Sonne in Santiago

Oktober 25, 2009 at 23:13 (Uncategorized)

So, jetzt ist bei mir gerade Sonntag, dreiviertel 8 und ich sitze rundum glücklich in meiner Wohnung am PC von meinem Mitbewohner Daniel. Nach einer bewölkten Woche und einer Pechsträhne haben wir wunderschönen Sonnenschein (Oh, ja, mir sind lauter Kleinigkeiten passiert:erst sind die kleinen bösen Tierchen die den Kindern im Acogeme auf dem Kopf rumhupfen auch auf mich gehuft (jaja, das ist mir sehr, sehr peinlich, aber so ein schönes Wundermittel hat mich nach zwei mal Haare waschen gerettet), dann: mein Bus in Vina del Mar war einfach voll, obwohl ich schon die Karte bezahlt hatte und ich musste mir ein anderes Busunternehmen suchen, der Bus war dann aber so zugig, dass ich gleich mal eine halbe Mittelohrentzündung hatte und Antibiotika nehmen musste, dann hab ich leider der chilenischen Frisöse vertraut, was danach zu ganz schlimmen Heulkrämpfen geführt hat, und zu guter Letzt hab ich aufgrund einer kleinen Magendarmgrippe Donnerstag und Freitag zwei ganz schlimme Nächte verbracht…).
Nun gut, aber trotzdem geht es mir total gut, das ganze Wochenende hab ich mit verschiedenen Freunden verbracht-und mittlerweile kann ich auch wirklich sagen, dass ich chilenische FREUNDE habe, und nicht nur viele Bekannte, mit denen ich eben etwas unternehme.
Letztes Wochenende war ich in den Anden auf einer Wanderung: 27 Kilometer und in der früh um 6 gings schon los… Aber ich hab super druchgehalten, und meine Beine sind jetzt natürlich die reinsten Muskelpakete! :-)
In der Arbeit läuft auch immer noch alles gut: ich mach jetzt verschiedene Bastelworkshops mit den Kindern, nutze den Markt, auf den wir jede Woche zwei mal gehn, um jetzt auch für den eigenen Haushalt einzukaufen (ein tolles Gefühl!!) und unterstütze die Tia Dani beim “Taller Conase”, einem Workshop über Drogen für die Eltern. Das finde ich immer total interssant, weil viele der Eltern selbst trinekn und Drogen nehmen und ich so auch in guten Kontakt zu den Eltern komme… Letztes mal hat eine Mutter mir zum Beispiel ganz traurig erzählt, dass ihre Schwester drogenabhängig ist, sie sich aber schlecht fühlt, weil sie nicht weiss, wie sie ihr helfen soll…
So, um gan ehrlich zu sein, fühle ich mich grad ein bisschen unproduktiv und werde mich jetzt mal dem Wohnungsaufräumen, dass ich schon die ganze Zeit vor mir hergeschoben hab, widmen!!! :-)
Viel Grüsse ins kalte Deutschland, eure Lisa

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